QEMU
Qemu ist ein PC-Emulator, der die Benutzung anderer Betriebssysteme ohne Neustart des PCs erlaubt. Es ist in der Einrichtung relativ einfach und von der Performance akzeptabel.
Der große Unterschied zu anderen Emulatoren: Qemu läuft auch auf anderen Prozessoren als x86 und kann andere Prozessoren emulieren als einen Pentium.
Beispiele:
- Pentium Host mit Linux, x86 emulieren, Windows als Gast
- Pentium Host mit Windows, x86 emulieren, Linux als Gast
- PowerPC Host mit McOS, Sparc emulieren, Solaris als Gast
Die Emulation der CPU kostet natürlich Rechenleistung, so dass der Gast merklich langsamer läuft als auf gleichwertiger, echter Hardware.
Mit dem Beschleunigermodul KQEMU wird der Prozessor nicht emuliert wird, sondern die Befehle des Gast-PCs direkt auf dem Hostprozessor ausgeführt werden. Dadurch läuft das Betriebssystem im virtuellen PC fast so schnell wie auf der echten Hardware. Natürlich mit den dadurch bedingten Einschränkungen:
- Host muss einen Prozessor x86 bzw. x86-64 haben
- Der Gast nutzt natürlich 1:1 den gleichen Prozessor
Emulierte Hardware
Unabhängig von der echten Hardware emuliert Qemu daraus folgende Standardhardware:
- IDE-Controller mit bis zu 4 IDE Festplatten (Diskimages)
- Diskettenlaufwerk
- CDROM
- Soundblaster 16 Soundkarte (aternativ ES1370)
- Cirrus Logic Grafikkarte 5446 PCI (alternativ VESA-VGA)
- Standard PS2 Rad-Maus
- Realtek RTL 8029(AS) PCI Ethernet
- serielle Schnittstelle (COM 1)
- Parallelport (LPT 1)
- USB-UHCI (Intel SB82371)
- Gameport Joystick
[Strg]-[Alt]-[2]: schaltet vom Gast um auf den Qemu-Monitor
[Strg]-[Alt]-[1]: schaltet vom Qemu-Monitor zurück zum Gast
[Strg]-[Alt]: Gibt die Maus wieder frei (Maus im Gast "gefangen", Kontrolle zurück an Host)
[Strg]-[Alt]-[F]: Umschalten Qemu Fullscreen <=> Fenster
Die zusätzliche Einstellung "-m 256" weist dem virtuellen PC 256 MB Arbeitsspeicher zu. Ab Version 0.60 sind 128 MB die Voreinstellung, bei älteren Versionen (<=0.55) 32 MB.
Internetzugang
Ab der Version 0.60 ist ein DHCP-Modul enthalten. Der Internetzugang des Linuxhosts wird damit ohne weitere Einrichtungen in Windows verfügbar. Einfacher geht es wirklich nicht. Einfach die Hardwareerkennung starten, es wird dann eine Netzwerkkarte vom Typ "Realtec RTL 8029 PCI" erkannt. Damit kann der laufende Internetzugang des Linuxhosts einfach mitbenutzt werden.
weitere Informationen finden Sie unter Linuxforen oder unter Venthur





